Andalusien

Andalusien, autonome Gemeinschaft im Süden

Andalusien ist die südlichste Region auf dem spanischen Festland. Die Hauptstadt Andalusiens ist Sevilla. Andalusien besitzt sowohl Küsten am Mittelmeer als auch am Atlantischen Ozean. Außerdem grenzt die Region im Westen an Portugal. Die südlichste Spitze von Andalusien ist nur wenige Kilometer von Nordafrika entfernt. In Andalusien wird der spanische Dialekt andalusisch gesprochen, der sich recht stark vom Spanischen unterscheidet. Das Klima in Andalusien ist ausgesprochen warm und aufgrund der südlichen Lage in direkter Nähe zu Afrika sehr sonnenreich und recht niederschlagsarm. Bis zu 3000 Sonnenstunden werden jährlich erreicht. Damit ist Andalusien nahezu ein Garant für einen sonnigen Urlaub, bei warmen Temperaturen und eher geringen Niederschlagsmengen. Die vielen Sonnenstunden kommen nicht nur dem Tourismus, sondern auch der bestehenden Landwirtschaft zugute.

Wirtschaft in Andalusien

Andalusien ist eine stark landwirtschaftlich geprägte Region. Vor allem Getreide wird auf den großen Flächen angebaut. In Küstennähe dominiert lokal auch die Fischereiwirtschaft. Auch die Holzwirtschaft ist nicht zu vernachlässigen. Korkeichen, Eukalyptusbäume und Pappeln sind hierbei hervorzuheben. Auch der Tourismus ist in Andalusien weit verbreitet. An der Mittelmeerküste verbringen die Touristen hauptsächlich ihren Badeurlaub, da die Strände schön und das Mittelmeer im Sommer angenehme Temperaturen bietet. Die Atlantikküste hingegen ist aufgrund des dortigen Wellenganges vor allem bei Windsurfern sehr beliebt. Bekannt ist Andalusien jedoch auch für sein reichhaltiges Golfangebot. So gibt es derzeit rund 60 gut ausgestattete Golfplätze in der Region, was zahlreiche Golfurlauber anlockt. Aber auch kulturell hat die Region einiges zu bieten und die Städte sind daher beliebte Ausflugsziele für Touristen. Aufgrund seiner Lage im Süden des Landes ist es in Andalusien sehr warm und die Sonnentage und die Sonnenscheindauer aufgrund der Exposition sind zahlreich. Dadurch ist das Gebiet besonders lukrativ, was Photovoltaikanlagen betrifft. Sie werden zur Energiegewinnung installiert. Daher gibt es in Andalusien die größten Solaranlagen Europas. Hier ist das Zukunftspotenzial äußerst hoch.

Andalusische Kultur

Der ausgeprägte andalusische Dialekt sorgt bereits dafür, dass sich Andalusien vom restlichen Spanien ein wenig abhebt. Die Andalusier sind stolz auf ihre Sprache und ihr Land. Obwohl es verschiedenste historisch bedingte kulturelle Einflüsse gibt, wirkt Andalusien trotzdem immer noch sehr europäisch. Traditionelle, vor allem religiöse Feste spielen in Andalusien eine sehr große Rolle. Vor allem in der Woche vor Ostern gibt es verschiedenste Prozessionen, die auch gerne von Touristen verfolgt werden. In Spanien ist die Osterzeit bedeutungsmäßig eine zentralere als die Weihnachtszeit, was viele Menschen in Deutschland gar nicht wissen. Aufgrund der hohen Besucherzahlen in der Osterzeit, empfiehlt es sich Urlaubern, die nicht aufgrund der Festlichkeiten in Andalusien Urlaub machen wollen, eine andere Reisezeit zu wählen, denn in Andalusien herrscht um Ostern herum Hochsaison und Hotels und Pensionen sind nicht selten ausgebucht. Zwei Traditionen, die man sowohl mit Spanien im Allgemeinen, als auch mit Andalusien gleichermaßen verbindet, sind der Tanz des Flamenco und natürlich der Stierkampf. Beide Disziplinen haben in Andalusien eine lange Vergangenheit und werden auch heute noch leidenschaftlich verfolgt. So locken jedes Jahr die Stierkämpfe zahlreiche Einwohner und Touristen in die Arenen, die das Spektakel gespannt verfolgen. Und abends erklingen in vielen Lokalen die Rhythmen des Flamencos, zu denen ausgelassen getanzt wird.